Interview zum Thema Biosprit
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Dass nicht überall Bio drin ist, wo mit ökologisch korrekter Herstellung geworben wird, ist bekannt. Dennoch erfreuen sich diese Produkte in der Regel einer ungetrübten Beliebtheit. Schließlich suggerieren sie, dass man dabei ein klein wenig die Welt retten kann und sich so gegen einen verschwindend kleinen Aufpreis ein gutes Gewissen verschafft. Da überrascht es besonders, dass der neue Ökoheld der Kraftstoffindustrie für viel Zündstoff und wenig Antrieb sorgt.
Während die Tankstellenbetreiber befürchten, auf dem neuen Ökobenzin sitzen zu bleiben, weiß Peter Navratil zu erklären warum der neue Kraftstoff nicht so nachhaltig ist, wie mit dem Namen "Biosprit" suggeriert wird. Der Diplomgeograph beschäftigt sich als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Remote Sensing Solutions GmbH mit Biosprit. Er hält die aus Mais gewonnenen Biokraftstoffe für eine Mogelpackung. Zwar würde Biosprit bei der Verbrennung tatsächlich für eine geringere CO 2-Emission sorgen. Dafür wird langfristig die stärkere Nachfrage nach Mais aber zu Monokulturen und nicht zuletzt vielleicht zu einer vermehrten Rodung des Regenwalds führen.

